Russland stoppt Gaslieferungen nach Deutschland

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Der Transport der Pipeline Nord Stream 1, die russisches Erdgas nach Deutschland transportiert, wurde auf unbestimmte Zeit gestoppt. Der russische Energieriese Gazprom gab an, dass die Gaslieferungen aufgrund von Wartungsarbeiten an der Kompressoreinheit gestoppt wurden.

Gazprom hatte zuvor öffentlich angekündigt, dass die Lieferung dieses Mal im Gegensatz zu den 10-tägigen Wartungsarbeiten im letzten Monat eingestellt werde. In einer Erklärung von Gazprom vom 19. August hieß es, dass der Erdgasfluss vom 31. August bis zum 2. September aufgrund von Wartungsarbeiten an der Nord Stream 1-Grenze eingestellt werde. Gazprom gibt an, dass die Wartung der Kompressoreinheit alle tausend Stunden wiederholt werden sollte.

Klaus Müller, Leiter der deutschen Strommarktregulierungsbehörde Bundesnetzagentur (BNetzA), interpretierte die Entscheidung von Gazprom als „technisch nicht nachvollziehbar“. Müller warnte davor, dass dies ein weiterer Vorwand dafür sein könnte, dass Moskau Erdgaslieferungen als Bedrohung für Europa nutzt.

Müller erinnerte daran, dass Moskau „in jedem Wort eine politische Entscheidung nach Sorgfalt trifft“, sagte Müller, „ob Russland dasselbe noch einmal tun wird, aber Anfang September“, sagte Müller.

„Wir sind besser vorbereitet“

Müller erklärte in einer Erklärung auf Twitter, dass die Auslastung der Erdgastanks in Deutschland derzeit bei etwa 85 Prozent liege und sie daher besser auf mögliche Kürzungen vorbereitet seien.

Müller sagte: „Im Winter können wir den Gasvorrat nutzen. Wir sparen Gas. Wir müssen diesen Weg weitergehen. Terminals für verflüssigtes Erdgas (LNG) sind auf dem Weg. Gas fließt durch Belgien, die Niederlande, Norwegen (und bald Frankreich).“

Russland hat seine Gaslieferungen aus der Nord Stream 1-Pipeline im Juni auf 40 Prozent und im vergangenen Monat aufgrund von Wartungsarbeiten auf 20 Prozent reduziert.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Dienstag, der einzige Grund für den Stopp der Erdgaslieferungen seien „technische Probleme“, die durch die Sanktionen gegen Russland verursacht worden seien. Peskov erklärte, dass „die gegen Russland verhängten Sanktionen die Durchführung der regelmäßigen Wartungs- und Reparaturarbeiten nicht zulassen“.

Gazprom, das vom russischen Staat kontrolliert wird, gab gestern bekannt, dass es trotz der Sanktionen westlicher Länder in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 Rekordgewinne erzielt hat. Das Unternehmen gab bekannt, dass es im fraglichen Zeitraum einen Gewinn von 2,5 Billionen Rubel (rund 41,6 Milliarden Euro) erzielt hat.

DW,rtr,AFP,dpa/CÖ,JD

DW

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