Die IAEO-Gruppe fährt zum Kernkraftwerk Saporischschja

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Rafael Mariano Grossi, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Atomenergie (IAEA) mit Sitz in Wien, und sein begleitendes Untersuchungsteam machen sich auf den Weg zum Kernkraftwerk Zaporozhian in der Ukraine.

In einer Erklärung auf seinem Twitter-Account sagte Grossi: „Die Verstärkungs- und Unterstützungsmission der IAEA nach Zaporozhye ist unterwegs. Wir müssen die Sicherheit der größten Nuklearanlage in der Ukraine und in Europa schützen.“ Grossi fügte hinzu, dass das IAEA-Team diese Woche im Kernkraftwerk Zaporozhye sein wird. Grossi teilte auch ein Foto von sich und seinen 13 Teamkollegen, das vermutlich am Wiener Flughafen aufgenommen wurde.

Die Ankündigung über das Kraftwerk, das so konzipiert wurde, dass es aufgrund der Konflikte in seiner Region zu einer möglichen nuklearen Katastrophe führen könnte, erfolgte nach monatelangen Verhandlungen der IAEO zur Untersuchung dieser Anlage.

Das IAEO-Team wird untersuchen, ob das Kernkraftwerk durch Bombenanschläge in der Umgebung beschädigt wurde, und die Arbeitsbedingungen des ukrainischen Arbeiters in der Anlage untersuchen.

Es wurde nicht bekannt gegeben, an welchem ​​Tag die IAEA-Gruppe in das Kernkraftwerk Zaporozhye eintreten wird. Das ukrainische Energieministerium sagte, es könne sich „aus Sicherheitsgründen“ nicht zu der Angelegenheit äußern.

Das Kernkraftwerk Saporoschje nahe der ukrainischen Stadt Enerhodar wurde im vergangenen März von russischen Streitkräften besetzt. Aber das Kraftwerk wird immer noch von Ukrainern betrieben. Die Parteien machen sich gegenseitig für die Bombardierungen in der Region verantwortlich. Die Ukraine wirft Russland vor, mit dieser Anlage kleine Städte in der Region wie Nikopol und Marhanez zu treffen. Russland hingegen behauptet, die Ukraine habe das Kraftwerk mit unbemannten Luftfahrzeugen, schweren Artilleriegeschossen und Raketenwerfern angegriffen.

Die Vereinten Nationen (UN) und die Ukraine, die besorgt sind, dass das Kernkraftwerk Saporoschje zum Ziel von Konflikten werden könnte, fordern seit langem den Abzug russischer Militärangehöriger und Ausrüstung aus dieser Anlage.

DW,rtr/CO,JD

DW

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