Deutschlands Rüstungsexporte erreichen 2021 einen Rekord

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Auf der Ministerratssitzung heute Morgen in Deutschland wurde der Bericht über die letztjährigen Waffen- und Ausrüstungsexporte diskutiert. Laut Kabinettsbericht hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr die Ausfuhr von Waffen und Rüstungsgütern im Wert von 9 Milliarden bis 400 Millionen Euro genehmigt. Es wird angegeben, dass dies die höchste Maßnahme ist, die jemals für militärische Ausfuhrgenehmigungen vergeben wurde. Im pandemiegeprägten Jahr 2020 waren es noch 5 Milliarden 800 Millionen Euro. In diesem Jahr wird aufgrund des Ukraine-Krieges mit einem starken Anstieg der Exporte von militärischer Ausrüstung und Waffen gerechnet.

Die letztjährigen Genehmigungen gehören der Regierung Merkel

Mit Genehmigung der Bundesregierung und zuständiger Ministerien wurden die meisten Ausfuhrgenehmigungen für Waffen und Rüstungsgüter im vergangenen Jahr erteilt, bevor die Koalitionsregierung aus SPD, Grünen und FDP an die Macht kam im Dezember 2021, heißt es in dem Bericht. Es hieß, der Teil im Wert von 309 Millionen Euro, was nur 3 Prozent der Gesamtausfuhren entspreche, sei in der neuen Regierungsperiode abgegeben worden.

Welche Länder haben Ausfuhrgenehmigungen?

Das Bundeswirtschaftsministerium, das für militärische Ausfuhrentscheidungen zuständig ist, gab bekannt, dass 36,4 Prozent der im Jahr 2021 erteilten Ausfuhrgenehmigungen an Länder der Europäischen Union (EU) und an NATO-Mitglieder oder NATO-gleichgestellte Länder erteilt wurden.

In dem Bericht wurde auch betont, dass die Militärexportgenehmigungen für die EU und Nicht-NATO-Staaten, die im vergangenen Jahr als „Drittländer“ bezeichnet wurden, 5 Milliarden 950 Millionen betragen. Im Vorjahr 2020 wurde diese Zahl mit 2 Milliarden 920 Millionen Euro angegeben.

Ägypten übernahm im vergangenen Jahr mit Exporten im Wert von 4 Milliarden 340 Millionen die Führung bei den Exporten in Drittländer. In den Ägypten erteilten Exportgenehmigungen wird berichtet, dass die Materialien und Ausrüstungen, die in die Marine- und Luftwaffenfelder gelangen, die Ladung darstellen.

In diesem Jahr waren 5 Milliarden 100 Millionen Euro erlaubt.

Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, dass für den 24. August, also etwa die ersten acht Monate dieses Jahres, 5 Milliarden 100 Millionen Euro Genehmigungen für Ausfuhrgenehmigungen erteilt wurden. Diese Zahl betrug im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2 Milliarden 900 Millionen.

Es wird angegeben, dass 76 Prozent der in diesem Jahr erteilten Exportgenehmigungen für die EU, die NATO oder Länder, die als der NATO gleichgestellt sind, bestimmt sind. Nach Angaben der Bundesregierung blieben Exportgenehmigungen für die Kategorie der anderen Länder, die als Drittstaaten bezeichnet werden, im Vergleich zu den Vorjahren recht niedrig und bewegten sich um 24 Prozent.


212Ein in Deutschland hergestelltes U-Boot-ModellFoto: Michal Fludra/NurPhoto/Picture Alliance

Während der Anteil der Rüstungsexporte in Drittländer an allen Rüstungsexporten im vergangenen Jahr bei 63,6 % lag, lag er 2020 bei rund 50,1 %.

In diesem Jahr wurden die meisten militärischen Exportgenehmigungen an die Ukraine erteilt.

Exportgenehmigungen in die Ukraine stellten die Belastung bei der Ausfuhr von militärischem Material und Waffen durch Deutschland in Drittstaaten im Jahr 2022 dar. Demnach soll der Export von militärischem Material und Waffen in die Ukraine bis zum Ende einen Wert von 686 Millionen Euro erreicht haben August 2022. Das entspricht 56 ​​Prozent oder mehr als der Hälfte der in diesem Jahr erteilten Ausfuhrgenehmigungen an die EU, die NATO und der NATO nicht gleichgestellte Drittstaaten.

Die Koalitionsregierung, die im Dezember 2021 die Macht in Deutschland übernahm und aus SPD, Grünen und FDP bestand, hatte im Koalitionsvertrag festgehalten und betont, dass sie eine strengere Politik bei Rüstungsexporten verfolgen werde. Die Eckpunkte der strikten Militärexportpolitik will die Regierung mit einem geplanten neuen „Militärexportkontrollgesetz“ definieren. Wird diese gesetzliche Regelung umgesetzt, wird die Kontrolle von Rüstungsexporten in Deutschland erstmals gesetzlich erfasst.

AFP/ETO, JD

DW

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